Moonshot _ 22

Quantensprung-Innovationen

Das Konzept der ‚Open Innovation’ wurde Anfang des 20. Jahrhunderte vom US-amerikanischen Wissenschaftler Henry Chesbrough entwickelt. Seine Idee: Indem sie ihre Innovationsprozesse öffnen, sind Organisationen und Unternehmen in der Lage, zusätzlich zu internen auch externe Innovationstreiber zu nutzen – zum Beispiel in Form von Wissen, Ideen und Kapazitäten. Auf diese Weise können notwendige Innovationszyklen deutlich beschleunigt werden. Gegenmodell ist die bis Anfang des 20. Jahrhunderts verbreitete Praxis der ‚Closed Innovation’, deren wichtigstes Prinzip die Exklusivität des erlangten Wissens war.

Für uns als Unternehmen ist das Konzept der ‚Open Innovation’ nicht neu. Auf der Suche nach neuen Wegen und bei der Entwicklung neuer Produkte gehören Innovations-Kooperationen mit Dritten bereits seit vielen Jahren ganz selbstverständlich zu unserem Alltag. Das liegt unter anderem auch daran, dass wir im Vergleich zu forschungsintensiven Life Science-Konzernen im Gesundheitsbereich nur bestehen können, indem wir schneller, flexibler und offener agieren als der Wettbewerb.

Mit unseren Moonshots gehen wir jetzt noch einen großen Schritt weiter. Das gilt insbesondere für Moonshot #2 „Das Ende der chronischen Krankheiten“. Denn uns ist bewusst, dass wie die Probleme dieser Welt nur lösen werden, wenn wir als Teil eines globalen Ökosystems, Open Innovation mit dem klaren Bekenntnis zu einem Citizen-Science-Quantensprung betreiben.

„Allein können wir so wenig tun; gemeinsam können wir so viel erreichen.“

Helen Keller

Grenzüberschreitung als Innovationsstrategie

Die Geschwindigkeit der Marktveränderung und der Innovationsdruck werden immer größer. Nur wer heute weit über den eigenen Tellerrand hinausblickt, kann Innovationen in der notwendigen Geschwindigkeit produzieren und vorantreiben. Dabei sind Offenheit und Flexibilität der Individuen innerhalb der Organisation entscheidende Faktoren: Inwieweit sind sie in der Lage, mit externen Partnern zusammenzuarbeiten, die ungewohnte Denk- und Handlungsweisen an den Tag legen?

Schließlich hat Innovation immer auch mit dem Überschreiten von Grenzen zu tun. Wer heute etwas Neues versucht, muss nicht nur sein gewohntes Terrain verlassen, sondern vielleicht sogar die Grenzen zwischen Märkten überschreiten. Gerade im Spannungsbereich zwischen disruptiven Technologien und etablierten Märkten entstehen die Märkte der Zukunft. In den dabei notwendigen Innovationsprozessen gewinnt das Miteinander von Unternehmen und Partnern weiter an Bedeutung. Das Zusammentreffen vieler kreativer Köpfe verleiht der Open Innovation ihre besondere Kraft und treibt sie zu Höchstleistungen.

 

Mehr Energie für die Vision

Eine besondere Stärke erfolgreicher mittelständischer Unternehmen liegt in ihrer Innovationskraft. Viele Mittelständler sind in ihrem Bereich Weltmarktführer, sogenannte Hidden Champions – weil sie ihre Produkte, ihre Technologie und ihr Geschäft konsequent weiterentwickeln. Geht es jedoch darum, unkonventionelle Wege zu gehen oder neue Geschäftsfelder zu erschließen, ist der typische Mittelständler eher zurückhaltend. Mit diesem Verhalten läuft er Gefahr, dass disruptive Innovationen seine bestehenden Produkte, Dienstleistungen oder Technologien verdrängen. Dazu meint der US-amerikanische Ökonom Gary Hamel: „Der Hauptgrund, warum Unternehmen scheitern: Sie investieren übermäßig in das, was ist – und nicht in das, was sein könnte.“

 

Open-Innovation-Initiativen steuern

Der Erfolg einer Open-Innovation-Initiative kann anhand verschiedener Kennziffern bestimmt werden. Dazu zählen neben der Anzahl der generierten Ideen auch der Umsatz neu entwickelter Produkte und der Kostenvorteil neuer Verfahren. Den exakten Anteil der diversen Partner an bestimmten Innovationen zu ermitteln, ist allerdings im Normalfall schwierig. Insbesondere bei der Zusammenarbeit von Partnern unterschiedlicher Größe kann es schnell zu unterschiedlichen Wahrnehmungen und Ungleichgewichten kommen. Das wird für viele Unternehmen spätestens dann zum Problem, wenn sie den ROI ihrer Open-Innovation-Bemühungen bewerten müssen.

Wenn es um die Beantwortung großer Fragen geht (Moonshot #2 „Das Ende der chronischen Krankheiten“), müssen sich die beteiligten Organisationen zurücknehmen und zum Teil eines größeren Ökosystems werden. Eine immense Herausforderung in Zeiten, in denen Organisationen durch komplexe Beziehungsgeflechte nicht nur untereinander verbunden, sondern auch in dynamische Sozial- und Marktstrukturen eingebunden sind. Damit eine solche Open-Innovation-Initiative erfolgreich sein kann, muss die führende Organisation die Rolle des Koordinators und Vermittlers übernehmen – zum Beispiel zwischen Mitarbeitenden oder Wissenschaftlichen Teams, Lieferanten oder Kunden. Übersteigen Aufwand und Kosten für die Koordination mehrerer externer Partnerschaften den Nutzen, ist die Grenze der Wertschöpfung erreicht. Welche innovativen Ansätze gibt es, um die skizzierten Herausforderungen schnell und effizient zu lösen?

Unsere Lösung:

Wir arbeiten daran…

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