Moonshot _ 19

weniger Übergewicht

Zu lange haben wir unsere Nahrung nur hinsichtlich des Geschmacks optimiert. Ihren Hauptzweck haben wir dabei aus den Augen verloren: die Nährstoffe zu liefern, die unser Körper braucht. Wir haben Essen so attraktiv gemacht, dass wir es im Übermaß konsumieren und sogar süchtig werden. Wir müssen einen Weg finden, Hunger zu vermeiden und unsere Nahrungsaufnahme dabei so zu kontrollieren, dass wir mit allen essentiellen Nährstoffen versorgt werden.

Der Hauptgrund für Fettleibigkeit in Nordamerika ist einfach: Übermäßiger Konsum. Und wir konsumieren übermäßig, weil wir hungrig sind.“

Brenda Brazier

Die Welt isst zu viel

Die aktuelle Global Burden of Disease Study[1] warnt vor einem weltweiten Anstieg chronischer Erkrankungen, die durch Übergewicht verursacht werden – wie Herz-Kreislauferkrankungen und Diabetes. Mittlerweile sind nicht mehr Hunger und Mangelernährung die weltweit häufigsten vermeidbaren Ursachen für Krankheit und Tod, sondern ungesunde Ernährung und Übergewicht.

Die Ernährungsgewohnheiten der Weltbevölkerung haben sich seit 1990 dramatisch verändert. Zwar gibt es immer noch Krisenregionen, in denen es zu wenig zu essen gibt und wo Kinder an Unterernährung sterben. In den meisten Ländern ist der Mangel jedoch einem Überfluss an ungesunden und kalorienreichen Nahrungsmitteln gewichen. Auch in Ländern mit niedrigem oder mittlerem Einkommen ernähren sich die Menschen zunehmend von dickmachendem Oversize-Food und Easy-to-drink-Convenience-Süßgetränken. Gesunde Vollwertnahrung ist dagegen Mangelware auf den Tellern.

 

Alte Instinkte und Gewohnheiten

Hunger war in der Jäger- und Sammlerzeit ein wichtiger Antrieb, um pflanzliche Nahrung zu sammeln und tierische Nahrung zu jagen. Nur so konnten die Menschen das Überleben ihrer Sippe sichern. Dieser Urinstinkt ist nach wie vor in unseren Genen verankert. Die Zeiten haben sich allerdings geändert: Mussten die Menschen früher mit relativ wenig Nahrung auskommen und waren sogar gezwungen zu fasten, leben wir heute in einer Überflussgesellschaft. Dennoch neigen wir nach wie vor dazu, Vorräte anzulegen und lieber mehr als weniger zu essen – falls doch mal wieder schlechte Zeiten anbrechen.

Auch Gewohnheit spielt eine Rolle: Morgens, mittags und abends muss eine ordentliche Mahlzeit auf den Tisch. Ob wir diese Menge an Nahrungsenergie wirklich benötigen, wird nicht hinterfragt. Auch die Angewohnheit, den Teller leerzuessen, wurde uns mit fragwürdigen Argumenten über Jahre antrainiert – von Hunger leidenden Kindern anderswo auf der Welt bis zum schlechten Wetter, wenn man nicht aufisst. Diese Aussagen haben sich in unserem Unbewusstsein so festgesetzt, dass wir sie nur schwer wieder abschütteln können.

 

Kalorie ist nicht gleich Kalorie.

Den meisten Menschen ist bewusst, dass übertriebenes Essen zu Gewichtszunahme und Gesundheitsproblemen führt. Versuchen sie sich gesünder zu ernähren, ändern sie allerdings in erster Linie etwas an Portionsgrößen oder versuchen, tägliche Kalorienziele einzuhalten. Welchen Einfluss die Qualität ihrer Ernährung auf ihre Gesundheit hat, wird leider oft vernachlässigt. Denn wer auf hochwertige und nährstoffreiche Lebensmittel achtet, dessen Appetit lässt sich leichter regulieren, der wird sich wieder energetischer und gesunder fühlen und der wird auch ohne Diät schlanker werden. Wir wollen es den Menschen leichter machen, sich individuell, natürlich und gesundheitsbewusst zu ernähren.

 

[1] https://www.thelancet.com/gbd

Unsere Lösung:

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